Die Kraft der Auferstehungsflamme

Holger Kersten vermutet, Jesus sei am Kreuz gar kein Essig dargereicht worden, sondern ein Rauschgift (möglicherweise Opium), das ihn schnell bewußtlos machte. Dies ließ ihn, zusammen mit der scheinbar beendeten Atmung, wie ein Leichnam erscheinen. Josef von Arimathäa brachte ihn mit Nikodemus ins nahegelegene, eigens für diesen Zweck gekaufte Felsengrab und bettete ihn in das Grabtuch. Sie rieben seinen Leib mit einer Salbe ein, die Aloe enthielt (welche für den fotografischen Abdruck auf dem Tuch verantwortlich sei).

Die Essener waren berühmt für ihre Heilkunst. Ganz bestimmt wendeten die Anwesenden auch die Auferstehungsflamme an, mit der Jesus zeit seines Lebens gearbeitet hat. Die Flamme hat die Eigenschaft, jegliche Zell-, Molekular-, Atomar- und Elektronenstruktur und -tätigkeit zu erneuern und neu zu beleben. Mittels ihr war es Jesus auch möglich, ‚Tote‘, deren Silberschnur noch nicht durchgetrennt worden war, wieder ins Leben zurückzuholen. Es ist buchstäblich die Wiedererweckungskraft, und Erzengel Gabriel half mit, diese seine Kraft durch den geschundenen, halbtoten Körper Jesu` lodern zu lassen.

Als Jesus am Morgen nach dem Sabbattag das Grab verließ, erkannte ihn Maria Magdalena nicht sogleich. Verständlich, hatte er doch erstens abgenommen, zweitens war sein Gesicht vermutlich immer noch von den Prellungen der Geißelung verschwollen, und drittens war sie wohl kaum darauf vorbereitet, ihren Gefährten in Fleisch und Blut wiederzusehen. Da er nackt am Kreuz gehangen hatte, brauchte er Kleider, um seine Blößen zu bedecken. Wie die Bibel schreibt, zog er sich wahrscheinlich die Kleider eines Gärtners über (Maria Magdalena meinte, in ihm einen Gärtner zu erblicken; Joh. 20:14).

Wäre er nur in seinem ‚Lichtleib‘ auferstanden, hätte er das Kleiderproblem nicht gehabt. Auch später, als Jesus seinen Aposteln wiederbegegnet, versucht er sie mit aller Kraft davon zu überzeugen, daß er „in Fleisch und Bein“ vor ihnen steht: „Was seid ihr bestürzt, und warum steigen Zweifel in euren Herzen auf? Ich bin es! Tastet und sehet! Ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr es an mir sehet!“ (Luk. 24:38-43). Und weiter: „Als sie noch nicht glaubten vor Freude, und sich wunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen?

Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; und er nahm und aß vor ihnen.“ Ein Astral- oder Geistkörper kann nicht essen. Nur ein physischer Körper ist dazu imstande! Auch die Episode mit dem ungläubigen Thomas, der erst glauben will, wenn er die Wundmale berührt hat, zeigt klar, daß Jesus in seinem physischen Körper vor seinen Jüngern stand: „Lege deinen Finger hierher und sieh meine Hände! Nimm deine Hand und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Da rief Thomas aus: „Mein Herr und mein Gott!“ Weshalb wohl? Weil er gespürt hatte, daß Jesus in demselben Körper vor ihm stand, der kurze Zeit zuvor am Kreuz angeblich gestorben war (Joh. 20:27).

Im physischen Körper ‚auferstanden‘!

Kurt Reban hat in seinen jahrelangen Forschungsarbeiten ermittelt, daß in den biblischen Urschriften nirgendwo die Rede vom Tod oder Sterben Jesu‘ die Rede war. In allen Urtexten hieß es an der Stelle, wo Jesu ‚Tod‘ beschrieben wird, „er gab seinen Geist auf“. „Emisit spiritum“ steht in den Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas; bei Johannes heißt es „tradidit spiritum“. Das heißt in jedem Falle: „Er gab seinen Geist auf“. In den griechischen Urschriften finden sich die Ausdrü >Apheken to pneuma  „Er gab seinen Geist auf“

  • Exepneusen  „Er hauchte den Geist aus“
  • Paredoken to pneuma  „Er gab hin den Geist“.

Pneuma“ bedeutet Hauch, Luft, Atem, Göttlicher Geist. An keiner dieser Stellen in der Bibel wurden in der Urschrift Worte verwendet, welche auf eine völlige körperliche Vernichtung hingewiesen hätten. Dafür hätte es andere Worte gegeben. Das heute oft an jenen Stellen verwendete ‚er starb‘ oder ‚er verschied‘ entspricht in seinem heutigen medizinischen Sinne keinem dieser Worte der Urschrift.

Irreführend ist auch die Stelle, wo Jesus zu dem einen Schächer, der mit ihm gekreuzigt wird, spricht: „Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein!“ (Lukas 23:43). In der Urschrift heißt es an jener Stelle: „Wahrlich, ich sage Dir heute, Du wirst mit mir im Paradiese sein!“

Die kleine Verschiebung eines Wortes innerhalb eines Satzes bringt eine völlig andere Bedeutung hervor. Jesus sagte ganz gewiß nicht, daß jener Schächer ‚heute‘ mit ihm im Paradiese sein werde – denn er hatte noch nicht vor, ins himmlische Paradies einzugehen. Statt dessen führte ihn sein Weg über Damaskus der alten Seidenstraße entlang in ein irdisches Paradies, ins Land, wo Milch und Honig flossen – schon zu Mose‘ Zeiten: Nach Kaschmir.

Die Flucht nach Damaskus

40 Tage nach der ‚Auferstehung‘, im Jahre 26 unserer Zeitrechnung, floh Yeshua-bar-Joseph, den wir als Jesus, den Christus, kennen, nach Damaskus. Es gab dort eine große, dem römischen Gouverneur Sossianus Hierocles zufolge 900 Mann zählende Essener gemeinde, bei der er Zuflucht und Schutz fand. Damaskus lag mitten in Syrien, wo die Juden seit dem Makkabäeraufstand (165 v.Chr.) verhaßt waren. Holger Kersten berichtet in seinem Buch Jesus lebte in Indien  detailliert von Jesu‘ ‚Fluchtweg‘.

Jesus' Weg nach Damaskus , Der Weg Jesu nach Indien.

Interessant ist, daß nur eines der vier Evangelien von Jesu angeblicher Himmelfahrt berichtet. Und auch dort heißt es bloß lapidar: „Er führte sie aber hinaus bis nach Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. Und es geschah, während er sie segnete, schied er von ihnen und wurde hinaufgetragen in den Himmel.“(Luk. 24:50). Da steht nichts von weißen Wolken oder gleißendem Licht oder einem Strahlenkörper. Kersten sah sich vor Ort um: „Von der Stadtgrenze Jerusalems steigt der Weg nach Bethanien über die letzten südlichen Ausläufer der Ölbergkette bis zur ‚Himmelfahrtskuppe‘ ziemlich steil an. Wer über die Kuppe hinweg auf der anderen Seite wieder hinunterläuft, entschwindet rasch dem Blick derer, die zurückbleiben.“

Und so geschah es auch. Jesus ging die Kuppe hinauf – und auf der anderen Seite Richtung Damaskus wieder hinunter. Das war‘s auch schon. Alle anderen Deutungen sind Legenden. Etwa fünf Kilometer vor Damaskus, berichtet Kersten, gibt es noch heute einen Ort, der ‚Maryuam-i-isa‘ heißt, was bedeutet: ‚Der Ort, an dem Jesus wohnte.‘ Der persische Historiker Mir Kawand nennt gleich mehrere Quellen, denen zufolge Jesus hier nach der Kreuzigung gelebt und gelehrt haben soll. Nach einiger Zeit wanderte Jesus weiter gen Osten.

Das apokryphe Thomas-Evangelium berichtet, daß Jesus am Hofe des Königs von Andrapa erschienen sei (heute Iskilip im nördlichsten Anatolien). Über die alte Seidenstraße wanderten sie gen Persien. Noch heute lassen viele Ortsbezeichnung entlang dieses alten Handelsweges auf einen vorübergehenden Aufenthalt Jesu oder Marias schließen. Denn einige Jahre nach dem Fortgang Jesu begaben sich seine Mutter Maria und ihre engste Vertraute, Maria Magdalena, ebenfalls auf die Reise nach Kaschmir.

Maria war gesundheitlich zu geschwächt gewesen, um ihren Sohn nach dessen Kreuzigung auf der Flucht zu begleiten. Zudem wollte sie ihrem zweitgeborenen Sohn Jakobus helfen, die junge christliche Gemeinschaft in Jerusalem aufzubauen. Maria Magdalena begleitete Mutter Maria auf dieser beschwerlichen Reise, da sie jene Frau war, die Jesus von ganzem Herzen liebte, und die später seine Gemahlin und die Mutter seiner Kinder (!) werden sollte. Vom Aufenthalt Jesu‘ in Persien berichten verschiedene historische Dokumente. Kersten zufolge war Jesus insgesamt etwa 16 Jahre unterwegs, bis er in Kaschmir eintraf.

‚Yuz Asaf‘ in Persien und Afghanistan

In Parthien war er unter dem Namen ‚Yuz Asaf‘ bekannt. Der Name bedeutet ‚Führer der geheilten Unreinen‘ – geschichtlichen Quellen zufolge hat Jesus auch in Persien Aussätzige geheilt. Den Überlieferungen zufolge kam der Prophet Yuz Asaf von Westen her ins Land, und was er sagte oder lehrte, unterschied sich inhaltlich nicht von dem, was Jesus Christus gepredigt hatte. Der Hofpoet des indischen Mogulkaisers Akbar nennt Jesus ‚Ai Ki Nam-i-to: Yus o Kristo‘ (Du, dessen Name ist: Yuz oder Christus). Während sich im Westen der griechische Titel ‚Christos‘ (was soviel wie der ‚Gesalbte‘ bedeutet) verbreitete, blieb im Osten über Jahrhunderte hinweg der Name ‚Yuz Asaf‘ gebräuchlich.

Kersten: „Ortsnamen, die auf den Aufenthalt und das Wirken Jesu schließen lassen, finden sich auch im heutigen Afghanistan und Pakistan, wie etwa zwei Ebenen, die den Namen des Propheten Yuz Asaf tragen, in der Nähe der Städte Ghazni und Jalalabad im Osten Afghanistans, wo Jesus der Tradition zufolge gewesen sein soll.“ Die Thomas-Akten bezeugen dann wiederum den Aufenthalt Jesu in Taxila (im heutigen Pakistan). 70 Kilometer östlich von Taxila befindet sich das Städtchen ‚Mari‘. „Bei dem idyllisch gelegenen Bergort (engl. ‚Murree‘) an der Grenze zu Kaschmir wird seit Menschengedenken ein Grabmal verehrt, das ‚Mai Mari da Asthan‘ genannt wird, ‚Ruhestätte der Mutter Maria‘.

Als Maria diese Gegend erreichte, muß sie schon über siebzig Jahre alt gewesen sein“, schreibt Holger Kersten, „und von der langen Reise war sie zweifellos geschwächt. Da sich nirgendwo sonst ein Grab der Maria nachweisen läßt, ist es durchaus vorstellbar, das sie hier begraben wurde.“ Die Ruhestätte werde heute noch von der moslemischen Bevölkerung als das Grab der Mutter Jesu‘ verehrt – Jesus gilt im Islam schließlich als einer der höchsten Propheten. Heute befindet es sich in militärischem Sperrgebiet.

Eine Asphaltstraße führt von Mari durch bewaldete Berglandschaften ins 170 km entfernte Srinagar, der Hauptstadt Kaschmirs. Zwischen den Ortschaften Naugam und Nilmarg, 40 km vor Srinagar, liegt in einem weit geöffneten Tal ‚Yus-Marg‘, die ‚Jesus-Wiese‘, wo der Meister predigte. Kersten: „Dies berichtet die Überlieferung der hiesigen, ‚Bani-Israel‘ (Söhne Israels) genannten Hirtenstämme, die sich in diesem Gebiet nach 722 v. Chr. angesiedelt haben sollen.“

Die Thomas-Akten erzählen, der Apostel Thomas habe eine Zeitlang am Hofe des indischen Königs Misdai in Südindien gewirkt, wo er zahlreiche Anhänger gewonnen habe. Tatsächlich kehrte Marco Polo 1295 mit der Kunde nach Europa zurück, an der Ostküste Südindiens lebten zahlreiche Christen, die das Grab des Apostels Thomas verehrten (es wird heute noch in Mylapore bei Madras in Ehren gehalten). Auch an der Malabarküste auf der Westseite Südindiens (dem heutigen Kerala) fand der venezianische Entdecker Christen, die sich ‚Thomas-Christen‘ nannten. Dieses Christentum lasse sich ‚sehr weit zurückverfolgen‘, notierte Marco Polo.

Kersten zählt noch weitere Hinweise vom Wirken Jesu‘ auf dem indischen Subkontinent auf.

Im Koran: Jesus überlebte Kreuzigung!

Doch auch das heilige Buch der Moslems, der Koran, hält fest, daß Jesus am Kreuz nicht gestorben ist, sondern die Hinrichtung überlebte und danach in einem ‚glücklichen Tal‘ lebte.

Die Aussagen des Korans hinsichtlich Jesu‘ Kreuzigung sind ziemlich eindeutig: „Und weil sie ungläubig waren und wider Maria eine schwere Verleumdung aussprachen; und weil sie sagten, ‚Wir haben den Messias, den Sohn der Maria, den Gesandten Gottes, getötet‘ – während sie ihn doch weder erschlugen noch kreuzigten , sondern er sollte ihnen nur erscheinen ähnlich (einem Gekreuzigten), … (darum verfluchten wir sie), und siehe, diejenigen, die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darüber; sie haben keine Kunde davon, sondern folgen einer Vermutung; und nicht töteten sie ihn in Wirklichkeit. Vielmehr hat Gott ihn zu sich selbst erhoben, und Gott ist mächtig, weise.“

Kersten bemerkt, daß das arabische Wort für ‚Kreuzigung‘ ausdrücklich den Tod am Kreuz bedeute. Der Text widerspricht also nicht der Kreuzigung, sondern dem am Kreuz erfolgten Tod. Weiter heißt es im Koran darüber, was Jesus nach der Kreuzigung gemacht habe: „Und Wir machten den Sohn der Maria und seine Mutter zu einem Zeichen und gaben ihnen Zuflucht auf einer Höhe, einem Ort der Sicherheit mit Wasser von fließenden Quellen.“ (Koran 23,51).

Das ‚Gelobte Land‘ Kaschmir

Der im Islam für Jesus übliche Name ‚Issa‘ stammt vom syrischen ‚Yeshu‘. Auf der Karte Kaschmirs (das in seinen westlichen Teilen, auf dem Gebiet des heutigen Nordpakistan, islamisch ist,) finden sich allein 24 Ortsbezeichnungen, welche ‚Issa‘ oder Yuzu (von Yuz Asaf) beinhalten.

Doch nicht erst seit Jesu‘ Wirken in Kaschmir gibt es starke Bande zwischen den Israeliten und jenem fruchtbaren, süßen Bergland im Norden Indiens und Pakistans. Kaschmir war das eigentliche Ziel des Volkes Israel gewesen, als es unter der Führung von Moses aus Ägypten floh. Ja, Kaschmir war die Heimat des biblischen Stammvaters Abraham gewesen! „So spricht der Herr, der Gott Israels: Eure Väter, Tarah, Abrahams und Nahors Vater, wohnten vorzeiten jenseits des Stromes und dienten anderen Göttern.

Da holte ich euren Vater Abraham von der anderen Seite des Stromes und ließ ihn durch das ganze Land Kanaan wandern, mehrte sein Geschlecht und gab ihm Isaak.“ (Jos. 24:2-3). Mehrere Stellen im 1. Buch Mose weisen das Gebiet um Haran als die eigentliche Heimat Abrahams aus. Gott gab Abraham den Befehl, aus seiner Heimat auszuziehen, als er in Haran lebte (1. Mose 11:32). Und den Brautwerber, den Abraham schließlich für seinen Sohn Isaak ausschickt, sendet er wiederum nach Haran ‚in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft‘. (1. Mose 24).

„Haran heißt aber bis auf den heutigen Tag eine kleine Stadt in Nordindien, wenige Kilometer nördlich der kaschmirischen Hauptstadt Srinagar, in der Archäologen Reste von Grundmauern freigelegt haben, die schon weit vor der Zeitenwende zu datieren sind“, schreibt Holger Kersten. „Es ist heute nicht mehr möglich, die Wanderungen der nomadischen Hebräerstämme im einzelnen nachzuvollziehen, doch die Indizien lassen Schlußfolgerungen zu, daß sie um 1730 vor unserer Zeitrechnung unter Jakobs Führung begannen, Richtung Ägypten zu wandern.“ Vermutlich während der Regierungszeit Pharao Ramses II., mutmaßt Kersten, hätten die semitischen Stämme dann unter der Führung von Moses Ägypten wieder verlassen, auf der Suche nach dem Land ihrer Väter, dem von Jahwe verheißenen ‚Gelobten Land‘.

Während die historische Erforschung des Alten Testaments ergeben habe, daß Moses keineswegs der Verfasser der ihm zugeschriebenen ‚fünf Bücher Mose‘ sei (vielmehr sei der Pentateuch erst nach Jahrhunderten mündlicher und schriftlicher Überlieferung zusammengestellt worden), gab es Moses tatsächlich. Die mosaischen zehn Gebote sind jedoch nur ein zusammengefaßter Auszug der Gesetze, die schon jahrhundertelang bei den Völkern Vorderasiens gebräuchlich waren, und die höchstwahrscheinlich auf die indische Rigveda zurückgehen. Kersten: „Moses ist auch nicht der Schöpfer der monotheistischen Religion. Der Gedanke eines weltumfassenden, unsichtbaren, einzigen Gottes, des Allvaters, des Vaters der Liebe und Güte, der Barmherzigkeit, Menschlichkeit und Treue, existierte schon lange vorher in den Veden und in der nordischen Edda. Auch Zarathustra nennt seinen Gott ausdrücklich den ‚Einzigen‘.“

Moses starb in Nordindien

Die uns bekannte jüdische Geschichte beginnt mit dem Auszug aus Ägypten. Historiker haben die Wanderung des Volkes Israel nachvollzogen und folgende Stationen ausfindig gemacht: Das Land Goschen lag höchstwahrscheinlich am Ostrand des Nildeltas; dann folgte Beerscheba, die traditionsreiche Jakobsstätte; später das Sinai-Massiv (wo Moses vermutlich am Berg ‚Dschebel-Mussa‘ – ‚Berg des Moses‘ die eindrucksvolle Demonstration des Feuergottes Jahwe erlebte). Gemäß biblischer Überlieferung blieben die Israeliten hier elf Monate. Dann versuchten sie, in das Gelobte Land weiterzuziehen, doch schlug dieses Unternehmen fehl, und das Volk Israel zog nach vierzig Jahren (‚vierzig‘ ist eine mystische, keine für real zu nehmende Zahl, die einfach ‚eine lange Zeit‘ bedeutet) in der Wüste umher.

Moses

Moses starb in Kaschmir. Sein Grab, 70 Kilometer nördlich von Srinagar, wird noch heute von Rishiss behütet und bewacht.

Holger Kersten: „Im Tal des Jordans spürte Moses nun sein Ende nahen. Er wußte, daß er sein Volk nicht mehr bis zum Ziel des langen Weges führen durfte (5. Mose 31:1-2), und verkündete nun die Gesetze, die künftig im verheißenen Land gelten sollten. Er erteilte letzte Anordnungen und Anweisungen für die Zeit nach dem Übergang über den Jordan, hielt eine letzte Rede und stieg auf den Berg Nebo, um noch vor seinem Tode das Land, wo ‚Milch und Honig fließen‘, zu sehen. Dort starb er (5. Mose 34;1-7).“ Jedem, der einmal selbst in Palästina gewesen ist, ist schleierhaft, wie man dieses wüstenartige, karge, scheinbar nur aus Steinen bestehende Gebiet als ein ‚Land der Milch und des Honigs‘ bezeichnen könnte.

Die Beschreibung trifft aber hundertprozentig auf Kaschmir zu das über ein angenehmes Klima verfügt, und über üppige Vegetation mit viel Gemüse- und Fruchtanbau, tiefen Wälder, wasserreichen Flüssen und ausgedehnten Seen.

Zu den Rätseln des Heiligen Landes gehört, wo denn Moses begraben ist. Bis auf den heutigen Tag kennt dort niemand seine Grabstätte. Dabei gibt die Bibel insgesamt fünf Hinweise auf seine Lage (5. Mose 34:1-7): Das Gefilde Moab, der Berg Nebo im Gebirge Abarim, die Gipfel von Pisga, Beth-peor und Hesbon werden in der Umgebung des Grabes genannt. Und, oh Wunder, all diese Ortsnamen gibt es – zum Teil leicht abgeändert – heute noch, alle in enger Umgebung im schönen Lande Kaschmir.

Moab heißen das Tal und die Ebenen von Mowu, eine ideale Hochweide. Sie befinden sich nur fünf Kilometer nordwestlich des Berges Nebo, der zum Abarim-Gebirge gehört. Beth-peor ist die kleine Stadt Bandipur, die früher auf persisch Behat-poor und noch weiter zurück Beth-peor hieß. Der Ort liegt 70 Kilometer nördlich von Srinagar. 18 Kilometer weiter nordöstlich liegt das kleine Dorf Hasba oder Hasbal – das biblische Hesbon (5. Mose 4:46); und in jenem Gebiet liegt auch Pisga, das heute Pishnag heißt.

Holger Kersten besuchte in jenem Gebiet das Grab Mose! Die Rishis der Gegend verehren es seit 2‘700 Jahren. Kersten: „Die Überlieferung hat recht: Das Grab liegt bei den Gefilden Moabs, bei den Gipfeln von Pisga, am Berg Nebo, gegenüber Beth-peor, und gewährt einen herrlichen Blick auf ein immergrünes, blühendes Land, ‚in dem Milch und Honig fließen‘, das wahre Paradies. In dieser Gegend, wie auch in anderen Teilen Kaschmirs, gibt es zahlreiche Orte mit biblischen Namen, von denen manche Muqam-i-Musa genannt werden, ‚der Platz des Moses‘“ – oder der ‚Stein des Moses‘, oder auch ‚das Bad des Moses‘.

Kersten weist auch nach, daß die Seefahrer König Salomos Indien erreichten. Er reiste vermutlich selbst einmal nach Kaschmir, denn bei den muslimischen Bewohnern wird das Land bis heute ‚Bagh-i-Suleiman‘ geheißen – ‚Garten des Salomo‘. Auf einem Berg oberhalb Srinagars steht ein kleiner Tempel, der den Namen ‚Takht-i-Suleiman‘ trägt – ‚Thron des Salomo‘. Im Nordwesten Irans ist ein Berg nach Salomo benannt. Er weist Ruinen auf, die aus dem frühen ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung stammen. Im alten Testament finden sich über 300 biblische Ortsnamen, die identisch sind mit praktisch oder noch immer völlig gleichlautenden Ortsnamen in Kaschmir!

Das hat seinen Grund. Nach der Teilung Israels in ein Nordreich (10 Stämme) und ein Südreich (Stämme Juda und Benjamin) wanderten die Stämme des Nordreichs gen Osten, von wo aus niemals mehr ein Lebenszeichen von ihnen nach Palästina gelangte. Die abertausende Menschen zählenden ‚verlorenen Stämme‘ kamen nach Jahrhunderten politischer Wirren und des Umherziehens ins ‚Gelobte Land der Väter‘ – ins sonnig-grüne Kaschmir am Fuße des Himalaja, wo sie leben – bis auf den heutigen Tag. Man kennt sie dort auch als die ‚Ben-i-Israel‘ – die ‚Söhne Israels‘. Kersten führt auch diesen Beweis in seinem Buche souverän.

Jesu Tod in Kaschmir

Jesus soll der Überlieferung nach noch lange Jahrzehnte in Kaschmir gelebt haben und erst in höherem Alter verstorben sein. Wie schon erwähnt, war Maria Magdalena seine Frau, und hatten sie auch mehrere Kinder. Das mag besonders bibeltreue Leser empören – doch was sollte am Kinderhaben ungöttlich, ja, gar schlecht sein? Ist es nicht ein natürlicher Teil eines menschlichen Lebens? Und wenn Jesus dieses menschliche Leben nicht hätte bis zur Neige leben wollen – dann hätte er das Kreuz eben nicht überlebt! An seiner Lehrtätigkeit hinderte ihn sein ‚normales‘ Leben bestimmt nicht. Zudem brachte er die Qualität der Nächstenliebe und des Mitgefühls zu den Menschen, und diese Qualitäten lassen sich vortrefflich in einer Familie (vor-)leben. Und wie starb Jesus dann, wenn er nicht in Bethanien in den Himmel auffuhr?

Das Grab von Yuz Asaf          

Mitten in Srinagar, der Hauptstadt Kaschmirs, befindet sich das Grab von Yuz Asaf, wie man Jesus in Indien meistens nannte. Aller Wahrscheinlichkeit nach liegen die sterblichen Überreste von Jesus in diesem hölzernen Schrein im Innern der Grabstätte.

Ein in Bombay erschienenes Buch (The Book of Balauhar and Budasaf) schildert den Tod von ‚Yuz Asaf‘ alias Jesus: „Und er erreichte Kaschmir, und dies war der entfernteste Ort, an dem er predigte, und dort kam das Ende seines Lebens über ihn. Und er verließ die Welt und hinterließ seine Erbschaft einem bestimmten Jünger, der Ababid hieß und ihm diente; alles, was jener tat, war vollkommen.

Er ermahnte ihn und sprach zu ihm: Ich habe einen würdigen Schrein gefunden und ihn ausgeschmückt und Lampen für den Sterbenden hineingebracht. Ich habe die Herde mit dem wahren Gesicht versammelt, die verstreut war und zu der ich gesandt worden bin. Und nun werde ich Atem schöpfen durch meinen Aufstieg von der Welt, indem sich meine Seele von dem Körper löst. Achtet die Gebote, die euch gegeben wurden, und weicht nicht vom Pfad der Wahrheit ab, sondern haltet in Dankbarkeit daran fest. – Und laßt Ababid den Führer sein. Danach befahl er Ababid, die Stätte für ihn zu ebnen, dann streckte er seine Beine aus und legte sich nieder; und dann drehte er seinen Kopf in Richtung Norden und sein Gesicht nach Osten, und dann starb er.“

Konsequenzen für Judaismus und Christentum

All die Dinge, die Sie hier gelesen haben, sind keineswegs neue Erkenntnisse. Nach und nach wurden sie seit 1947 aus dem Dunkel der Geschichte ans Tageslicht gebracht. Was erstaunt, ist, daß diese umwälzenden Neuigkeiten bislang weder das Christentum noch das Judentum beeinflußt haben. Dabei müßten beide Religionen, würden sie die Wahrheit und Echtheit der zutage geförderten Fakten anerkennen, eine große Wandlung vollziehen.

Eine Ahnung davon vermittelt Kurt Reban in seinem Buch ‚Jesus wurde lebendig begraben‘. Im zweiten Band seiner Grabtuch-Jesu-Werke kommt ein jüdischer Journalist namens Solomon vor, der, in New York lebend und gerade auf Europareise, von den umwälzenden Entdeckungen um das heilige Grabtuch erfährt. Wir zitieren Reban, als er schildert, wie Solomon die erschütternden Nachrichten – daß nämlich Jesus am Kreuz gar nicht gestorben ist – aufnahm: „Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie durcheinander ich war, als ich die Universität in Köln verließ.

Ich warf mich in eine Taxe, um im nächsten Büro der Pan American Airways noch schnell New York zu buchen, holte im Hotel meine Sachen und erreichte rechtzeitig die Maschine. – Wie ich später bei Miller ja bemerkte, treffen diese Entdeckungen am Linnen euch Christen wieder ganz anders; aber ich bin Jude, und für mich als Jude waren diese Dinge viel wichtiger als für mich als Journalisten. Einigermaßen kam ich erst im Flugzeug zu mir, wo ich während der langen Flugzeit Gelegenheit hatte, in Ruhe über alles nachzudenken. Von Schlaf konnte keine Rede sein.

Wie soll ich alles schildern? In meinem Kopf kreisten die Gedanken immer um den einen Satz: Christus nicht am Kreuz gestorben… Und auf dieses Wissen folgte die Erkenntnis: Dann haben wir Juden ihn ja gar nicht umgebracht – gar nicht umbringen können…

… Ihr versteht vielleicht nicht, aber ich wurde einfach im Laufe der Stunden zu einer persönlichen Entscheidung gezwungen. Sicher, ich hatte alles zunächst als Journalist aufgenommen; aber wer will sich teilen in so einer Sache? Es betrifft euch Christen auf eure Art, aber uns Juden auf unsere Art wohl ebenso stark! Für uns wird doch ganz klar: Wenn wir Juden Jesus Christus nicht umbringen konnten, dann war er, was er zu uns sagte, nämlich unser Messias! Gerade deshalb, weil ‚den Herrn‘ niemand umbringen kann! Nur darum haben wir doch bald 2000 Jahre nicht an Jesus Christus glauben können, weil wir nicht anerkennen konnten, daß Menschen den Herrn überhaupt umbringen können!

Jetzt ist alles anders. Wir Juden haben in unserer Blindheit damals versucht, ihn umzubringen, und geglaubt, es auch fertiggebracht zu haben. Für diese Blindheit hat er uns verstoßen aus dem Lande der Väter. Nahezu zweitausend Jahre hat er uns dafür direkt und indirekt strafen und züchtigen lassen. Aber weil unsere Schuld, wie sich jetzt gezeigt hat, doch keine totale war, hat er uns nun das Land der Väter wieder geöffnet!“ Kurt Reban fügt an: „Solomon hat noch viele ähnliche Äußerungen auf dem Tonband hinterlassen, deren Wiedergabe über den Rahmen dieses Berichts hinausführen würde. Sie waren an sich einfach und logisch. Seine Aussagen sind deshalb von Bedeutung, weil aus ihnen hervorging, daß Solomon sich ‚als Jude zu Jesus Christus bekehrt‘ hatte – zum ‚Herrn‘, wie er sagte, ‚der nicht am Kreuz gestorben ist.‘ Wir müssen zugeben, auch unter solchen Aspekten ist das Linnen in seinen Aussagen von wirklich weltgeschichtlicher Bedeutung.“

Was sollten die Fakten, von denen es spricht, für die christliche Kirche bedeuten? Sie kann nicht länger predigen, daß da einer kam und das Sühneopfer einem (offensichtlich) rachsüchtigen Gott darbrachte für die Verantwortungslosigkeiten – sprich Sünden – von Milliarden in Vergangenheit und Zukunft. Diese überirdische Form des Ablaßhandels – den sie jahrhundertelang ohnehin perfektionierte – hat damit endgültig ausgedient.

Doch warum sollte ihr das schaden? Sind es nicht gerade solch offensichtliche Widersprüche zu jedem gesunden Menschenverstand, zu jeder Wissenschaftlichkeit oder Gesetzmäßigkeit, die heute die Menschen von der Kirche fernhalten? Wie in Zeiten Schrift Nr. 9 (Reinkarnation: Die größte Lüge der Kirche) dargelegt, war das Wissen um die Reinkarnation zu Zeiten Jesu überall verbreitet. Gerade die buddhistisch geprägten Essener wußten, was Karma ist, und was das ‚Rad des Lebens‘, nach dem man immer wieder geboren wird, bis man auf menschlicher Ebene Vollkommenheit erreicht hat und sein Karma erlöst.

Es waren Machtgelüste einzelner, die dieses zutiefst im Denken und Handeln der Menschen verankerte Wissen auslöschten und ersetzten durch einen abstrusen – pardon – Kuhhandel. Die Konsequenz dieses ‚Erlöserglaubens‘ (der sicherlich nicht im Sinne Jesu‘ war) ist, daß der Mensch sich unendlich weit entfernt von einem unberechenbaren Gott fühlt und in einer zugleich ohnmächtigen wie arroganten Verantwortungslosigkeit verharrt, da er nicht mehr fähig ist, zu erkennen, wie das, was er sät, unweigerlich das hervorbringt, was er jetzt oder in einem künftigen Leben ernten wird. „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: ‚Ich habe gesagt: Ihr seid Götter‘?“ (Joh. 10:34). Und sagte Jesus nicht ebenso: „Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun…“? (Joh. 14:12).

Würde die Kirche dieses Zitat zu ihrem Leitspruch machen und die Menschen lehren, zum Christus zu werden – was Jesu‘ ‚Mission‘ war – dann könnte sie, wenn auch 2000 Jahre zu spät, zur Friedens- und Freiheitsbringerin werden, die endlich die wahre Botschaft ihres Herrn verkündet.

Wie hätte wohl die Geschichte der vergangenen zwei Jahrtausende ausgesehen, hätten nicht zwei Religionen an der Irrlehre um den ‚Tod‘ Jesu am Kreuz festgehalten? Die Vorstellung läßt erschauern, denn die Welt hätte ein anderes Angesicht

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