25 Kalligrafie

 

 

Kalligrafie oder Kalligraphie (v. griechisch Καλλιγραφία (kalligrafia), κάλλος (kállos, Schönheit) bzw. καλός (kalós, schön, gut) und γράφειν (gráfeïn, schreiben)) ist die Kunst des „Schönschreibens“ von Hand (Chirografie), mit Federkiel, Pinsel, Filzstift oder anderen Schreibwerkzeugen. Die Kalligrafie steht im Gegensatz zur Typografie, dem Setzen mit vorgefertigten Formen. Das Schulfach „Schönschreiben“ meint nicht Kalligrafieren, sondern lesbares Schreiben der Lernenden.

Die Islamische Kalligrafie ist ein Aspekt der islamischen Kunst, der sich aus der arabischen Schrift in engem Zusammenhang mit dem Islam entwickelt hat. Sie ist, bedingt durch das Bilderverbot im Islam, die traditionelle bildende Kunst in der islamischen Welt. Mit der eckigen Kufi- und der kursiven Naschi-Schrift entwickelten sich schon früh zwei Stilarten.

Islamische Kalligrafie

Die Islamische Kalligrafie ist ein Aspekt der islamischen Kunst, der sich aus der arabischen Schrift in engem Zusammenhang mit dem Islam entwickelt hat. Sie ist, bedingt durch das Bilderverbot im Islam, die traditionelle bildende Kunst in der islamischen Welt. Mit der eckigen Kufi- und der kursiven Naschi-Schrift entwickelten sich schon früh zwei Stilarten.

Schriftarten

Name Beschreibung Beispiel(e)
Kufi (Kūfī) Die Kufi-Schrift wird heute nur noch als Zierschrift verwendet. Die älteste Kufi-Inschrift befindet sich am Felsendom in Jerusalem.
Die sechs Schreibstile (al-ʾAqlām as-sitta)

Die sechs Schreibstile (arabisch ‏الأقلام الستة‎) bilden einen Kanon von sechs kursiven arabischen Schriftarten, welcher im 10. Jahrhundert von dem Kalligrafen Ibn Muqla, einem Wesir in Bagdad, definiert wurde. Es handelt sich um die folgenden Stile:

Nasch (Nasḫ) Die Naschi-Schrift (türkisch Nesih) hat sich im Alltag beim Druck durchgesetzt.
Muhaqqaq (Muḥaqqaq) Muḥaqqaq ist eine großformatige, geradlinige Buch- und Monumentalschrift, die bis ins 16. Jh. v. a. unter den ägyptischen Mamluken und den Ilchanen beliebt war.
Raihan (Raiḥān) Kleinere, dünnere und feinere Variante der Muhaqqaq
Thuluth (Ṯuluṯ) Die Thuluth (türkisch Sülüs), eine Kanzlei- und Monumentalschrift, war besonders im Osmanischen Reich populär.
Tauqi (Tauqīʿ) Großformatige, v. a. in der abbasidischen Verwaltung gebrauchte Kanzleischrift, die der Thuluth ähnelt  
Riqa (Riqāʿ) Kleinere Variante der Tauqi  
Taliq (Taʿlīq) Die Kanzleischrift Taliq entstand aus der Tauqi und existiert in einer persischen (siehe Beispiel) und einer osmanischen Version.
Nastaliq (Nastaʿlīq) Die Buchschrift Nastaliq entstand im 14. Jh. und wurde im 15. Jahrhundert zur bis heute meistgebrauchten Schrift Persiens.
Schekaste (Šekaste) Vor allem in Persien gebrauchte kursive Buchschrift
Maghribi (Maġribī) Der Maghribi-Duktus, eine Buchschriftart, wurde ab dem 10. Jh. in Nordwestafrika und al-Andalus gebraucht.
Diwani (Dīwānī) Die Diwani-Schrift ist die osmanische Kanzleischrift.
Diwani dschali (Dīwānī ǧalī) Spätere, dekorative Version der osmanischen Taliq
Ruqa (Ruqʿa) Die im 18. Jh. entstandene, kursive Gebrauchsschrift Ruqa wird heute meist als Handschrift im Maschrek verwendet.

 

 

 http://de.wikipedia.org/wiki/Kalligrafie

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